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Porträt von Mike Steiner

Maler · Deutschland

Mike Steiner

Mike Steiner (1941–2012), Maler und Pionier der Videokunst, Berlin. Der Nachlass wird von seinem Neffen Rafael Müller verwaltet.

„Ich zweifelte an den Möglichkeiten der Malerei, und ein ganzes Leben lang an einem Bild zu arbeiten, ist nicht mein Bier. Meine Haltung war grundsätzlich anders: immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen, bereit zu Experimenten, ohne von vornherein ein striktes Konzept zu haben. Diskontinuität als Methode.“

Zitat aus: „Mike Steiner, MuseumsJournal 2/99“

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In eigenen Worten

Hinweis zum Nachlass: Mike Steiner (8. Juli 1941 in Allenstein – 3. Januar 2012 in Berlin) ist 2012 verstorben. Diese Website wird von seinem Neffen Rafael Müller betrieben, der den künstlerischen Nachlass verwaltet und alle Rechte am Werk hält. Anfragen zu Werken, Ausstellungen, Leihgaben und Publikationen richten Sie bitte über das Kontaktformular an den Nachlass.

Mike Steiners Schaffen erzählt von Experimentierfreude und dem Willen, sich nie zu langweilen. Er arbeitete mit Künstler:innen wie Marina Abramović, Ulay, Jochen Gerz, VALIE EXPORT, Allan Kaprow und Ben Vautier, gründete die legendäre Berliner Studiogalerie und wurde zum Pionier der deutschen Videokunst. Sein Werk reicht von Informel, abstraktem Expressionismus und Pop Art über Minimal Art, Videoinstallationen, Readymades und (Dé-)Collagen bis zu Fotografie und Videokunst. Mit den Painted Tapes entwickelte er eine neue Ästhetik des Sehens, die er ab 2000 in abstrakte Malerei überführte – From Tape to Paint.

1941 – Geboren am 8. Juli als Klaus-Michel Steiner im ostpreußischen Allenstein; Kindheit und Jugend in (West-)Berlin.
1959 – Mit 18 Jahren auf der Großen Berliner Kunstausstellung vertreten.
1961 – Studium der Freien Kunst an der HdK Berlin bei Hans Jaenisch und Hans Kuhn.
1963 – Werke der Pop Art und des gestisch-abstrakten Expressionismus entstehen.
1965 – Stipendium der Ford Foundation, danach New York; Lil Picard führt ihn in die Kreise um Fluxus, Happening und Pop Art ein, er lernt Al Hansen und Allan Kaprow kennen.
1967 – Rückkehr nach Berlin, um dem Einzug zum US-Militär im Vietnamkrieg zu entgehen.
1970 – Eröffnung des Hotel Steiner am Kurfürstendamm, Treffpunkt internationaler Künstler wie Joseph Beuys und Arthur Køpcke.
1972 – Über den Avantgardefilm und die DFFB kommt er zur Videokunst; erste Videos mit Al Hansen.
1974 – Videoarbeiten im Studio Art/Tapes/22 in Florenz; Gründung der Studiogalerie in Berlin, bis 1981 Forum für Video und Performance u. a. mit Laurie Anderson, VALIE EXPORT, Ulay, Carolee Schneemann und Marina Abramović.
1976 – Produktion von Ulays Aktion „Irritation – Da ist eine kriminelle Berührung in der Kunst“ und Aufzeichnung von Abramovićs „Freeing the Body“.
1978 – Kurator des Videoprogramms der ART Basel; die Biennale Venedig erwirbt seine in Italien produzierten Videobänder.
1979 – „Hotel Room Event“ mit Ben Vautier, eine 36-stündige Live-Performance von 15 Künstlern.
1980 – Vortragsreihe über Videokunst in Europa und den USA.
1981 – Schließung der Studiogalerie; Juror für das Berliner Künstlerprogramm des DAAD.
1982/83 – Begleitet Tangerine Dream auf ihrer Australien-Tournee; das Video „Mojave Plan“ wird 1983 in Toronto als bestes unabhängiges Musikvideo ausgezeichnet. Beginn des Fotozyklus „Das Testbild als Readymade“.
1984 – „Mike Steiner“ wird offiziell sein Künstlername.
1985–1990 – Mit der „Videogalerie“ im Berliner Kabel-Pilot-Projekt bringt er die Videokunst ins Fernsehen: über 120 Sendungen.
1990er – Hinwendung zu (Dé-)Collage, Malerei und Fotografie.
1991 – Videoprogramm „Berlin Video“ für die Ausstellung „Interferenzen“ in Riga.
1994 – Die NGBK zeigt „Steiner Art Tapes“ mit über 500 Titeln seiner Sammlung.
1999 – Einzelausstellung „Color Works“ im Hamburger Bahnhof; Schenkung seiner Videosammlung an die Nationalgalerie.
2006 – Nach einem Schlaganfall zieht er sich zurück und arbeitet im Atelier weiter an abstrakter Malerei und Stoffarbeiten.
2012 – Mike Steiner stirbt am 3. Januar in Berlin.

Ausführliche Biografie: mike-steiner.de

  • Geboren

    1941

  • Werke online

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Kunstwerke

969 Werke

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